Abendschule

Die Abendschule bringt einige Verpflichtungen mit sich, über welche man sich bewusst sein sollte. Die Abendschule kann Auswirkungen auf das Familienleben oder auch auf die Ausübung des Berufes haben und grenzt zudem die Freizeit erheblich ein. Das Privatleben kann durch den Besuch der Abendschule auf den Kopf gestellt werden.

Entscheidung für den Besuch der Abendschule

Es müssen also Kompromisse eingegangen werden, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Ob die Abendschule besucht werden kann, hängt auch von den Zugangsvoraussetzungen ab. Diese Voraussetzungen variieren nach dem Niveau der Abendschule, doch verlangt jede Bildungseinrichtung eine gewisse Vorbildung. Beispielsweise müssen Abendschüler an einem Abendgymnasium mindestens 19 Jahre alt sein und mindestens einen Realschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Neben der Abendschule dürfen keine anderen Schulbildungen in Anspruch genommen werden.

Rund um die Abendschule

An der Abendschule können verschiedene Abschlüsse erreicht werden. Als schulische Abschlüsse werden das Abitur, der Realschulabschluss, sowie ein Hauptschulabschluss angeboten. Auch für die berufliche Perspektive können Abschlüsse als zum Beispiel Techniker, Fachwirt oder Meister erworben werden. Die Abendschule bedeutet für den Teilnehmer regelmäßige Unterrichtsstunden, egal ob täglich oder an festen Tagen unter der Woche oder an den Wochenenden. Ziel ist das Erreichen eines Abschlusses, wie etwa Abitur oder auch einen Meistertitel. Der Besuch der Abendschule bietet einige Vorteile. Die Kosten sind relativ gering und es besteht die Möglichkeit kostenlose Kurse von staatlichen Bildungsträgern zu besuchen. Der Inhalt ist gut auf die Unterrichtsstunden verteilt, sodass kein vermehrtes eigenständiges lernen notwendig ist und der Schüler auch zu Erholung kommt. Der Abschluss an der Abendschule ist außerdem in der Regel staatlich geprüft und anerkannt und erhöht so die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Betreuung an der Abendschule wird durch kompetente Lehrkräfte durchgeführt. Diese stehen für Fragen rund um den Lehrstoff zur Verfügung. Doch bringt der Besuch der Abendschule auch Nachteile mit sich. Der zeitintensive Lehrgang an der Abendschule ist meist lang und nicht leicht zu absolvieren. Diese lange Zeit, meist drei bis vier Jahre, muss mit viel Disziplin und Motivation durch gestanden werden.

Kosten der Abendschule

Die Kosten für den Besuch der Abendschule können sich stark unterscheiden. Die staatlichen Abendschulen sind meist kostenlos, nur die Bücher oder andere Lehrmittel müssen erstanden werden. Zusätzlich können auch Gebühren für die Abschlussprüfung anfallen. Diese werden direkt von der prüfenden Institution erhoben. Die Möglichkeit eine staatliche Abendschule zu besuchen gibt es allerdings nicht überall. So muss also in einigen Fällen mit den Fahrtkosten gerechnet werden. Bei privaten Abendschulen muss der Schüler monatlich Beiträge bezahlen, welche je nach Anbieter schwanken. Es empfiehlt sich also die Anbieter zu vergleichen und die Vor- und Nachteile abzuwägen, sowie die Kosten zu vergleichen.

Finanzierung der Abendschule

Um die Kosten für die Abendschule decken zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es können unter anderem Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz beantragt werden, das sogenannte elternunabhängige BAföG. Zum Beispiel kann für drei Semester eines Abendgymnasiums BAföG beantragt werden. Dieses Geld muss beim Abschluss der Abendschule auch, wie eigentlich üblich, nicht mehr zurückgezahlt werden. Ebenfalls gibt es Unterstützungen wie das Meister-BAföG, welches nur zum Teil zurück gezahlt werden muss. Besonders wenn die hauptberufliche Tätigkeit auf Grund der Abendschule nicht mehr voll ausgeübt werden kann, bietet sie der Antrag auf BAföG an.

Der Schüler der Abendschule hat Anspruch auf Kindergeld, sofern er nicht über 27 Jahre alt ist. Hierzu gibt es noch die wöchentliche Unterrichtszeit von mindestens zehn Stunden und die Einkommensgrenze zu beachten. Das Fortzahlen des Kindergeldes muss allerdings mit Hilfe einer Bescheinigung beantragt werden. Um die Abendschule zu finanzieren, werden auch Ausbildungskredite angeboten. Um einen solchen Kredit abzuschließen, gibt es staatliche Bildungskreditanstalten, aber auch gewöhnliche Banken. Natürlich können die Kosten auch durch die Ausübung des Berufes gedeckt werden. Der Staat gestattet auch, die Kosten für die Weiterbildung steuerlich abzusetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Abschluss gemacht wird, um bessere berufliche Chancen zu haben.